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Siebter Armutsbericht: Hohe Dunkelziffer bei Grundsicherung im Alter

VdK warnt vor wachsender Altersarmut – Bis zu 88 Prozent der Berechtigten nehmen Leistungen nicht in Anspruch

Immer mehr ältere Menschen in Deutschland sind auf Grundsicherung im Alter angewiesen, um ihre Rente aufzustocken. Dies geht aus dem Siebten Armutsbericht hervor, über den der Sozialverband VdK in seiner Ausgabe NRW-Rheinland vom Februar 2026 berichtet. Besonders betroffen sind auch Rentnerinnen und Rentner, die eine Erwerbsminderungsrente beziehen.

Scham und Unwissen verhindern Antragstellung

Alarmierend ist die hohe Dunkelziffer: Laut Armutsbericht verzichten zwischen 58 und 88 Prozent der Anspruchsberechtigten auf die ihnen zustehende Grundsicherung. Als Hauptgründe nennt der Bericht Scham, Unwissen über die eigenen Ansprüche sowie Angst vor bürokratischen Hürden.

Richtwerte für die Berechnung des Leistungsanspruchs

Die Grundsicherung umfasst Regelsätze für den Lebensunterhalt sowie die Kosten für Unterkunft und Heizung. Die aktuellen Regelsätze für Essen, Kleidung, Strom (ohne Heizung) und Nahverkehr betragen:

  •    Alleinstehende Rentnerinnen und Rentner: 563 Euro
  •    Zwei-Personen-Haushalt (pro Person): 506 Euro

Regionale Unterschiede bei Unterkunftskosten

Die anerkannten Kosten für Unterkunft und Heizung variieren innerhalb der StädteRegion Aachen erheblich:

Stadt Aachen (Bruttokaltmiete ohne Heizkosten):

  •  Alleinstehende (25–50 qm): 512 Euro
  •  Zwei-Personen-Haushalt (50–65 qm): 598 Euro

StädteRegion Aachen (Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Stolberg, Würselen, Herzogenrath, Monschau, Roetgen, Simmerath):

  •  Alleinstehende (25–50 qm): 431,50 Euro
  •  Zwei-Personen-Haushalt (50–65 qm): 514,80 Euro

Die Heizkosten werden separat geprüft und anhand von Werten aus dem kommunalen oder bundesweiten Heizspiegel beurteilt.

Handlungsempfehlungen für Betroffene

Der VdK empfiehlt Rentnerinnen und Rentnern, ihren Anspruch auf Grundsicherung im Alter prüfen zu lassen. Dabei wird auch das vorhandene Vermögen berücksichtigt – ein Schonvermögen von bis zu 10.000 Euro bleibt unberücksichtigt. Alternativ kann bei Eigentum auch ein Anspruch auf Wohngeld oder Lastenzuschuss bestehen.

Darüber hinaus gibt es weitere Unterstützungsmöglichkeiten wie Härtefallhilfen der StädteRegion, Ermäßigungen für den öffentlichen Nahverkehr, die Ausstellung von Sozialpässen oder die Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht.

Kostenlose Beratung

Auskünfte über Unterstützungsmöglichkeiten erhalten Betroffene beim Arbeitskreises Kommunale Sozialpolitik des VdK-Kreisverband Kreis Aachen, E-Mail: wilfried.niessen(at)vdk.de.

Nähere Informationen z.B. über den Grundsicherungsrechner finden Sie auch in der Rubrik "Rente".

 


Werden Sie Seniorenlotsin/Seniorenlotse

Jetzt mitmachen — kleine Unterstützung, große Wirkung für ein selbstbestimmtes Leben im Alter. Werden Sie Ansprechpartner/in vor Ort und tragen Sie zu einer altersfreundlichen Gemeinschaft bei. 

Alternativ zum QR-Code können Sie das Informationsblatt und die Anmeldung mit Hilfe des nachstehenden Links downloaden.

Download Flyer Seniorenschulung 2026: https://www.soziallotse-merkstein.de/media/Startseite/Flyer%20Seniorenlotsenschulung%202026.pdf

 


 

Bündnis GO NRW

„Demokratie stärken. Inklusion fördern. Teilhabe ermöglichen.” 

Unter diesem Motto hat sich das Bündnis “GO NRW – politische Teilhabe stärken” zusammengeschlossen, welchem wir als Sozialverband VdK NRW angehören. Gemeinsam wirken wir auf die Stärkung der kommunalen Demokratie hin.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stellungnahme des Bündnis GO NRW zum Gesetzentwurf der Landesregierung.
„Gesetz zur Änderung kommunalrechtlicher und weiterer Vorschriften im Land Nordrhein-Westfalen"

Download: https://www.soziallotse-merkstein.de/media/Startseite/Stellungnahme_B%C3%BCndnis_GO_NRW_Drs_18_13836%20(2).pdf

 


... wissen wie man sich schützt!

 

Tipps für Seniorinnen und Senioren, um hitzebedingten Gesundheitsproblemen vorzubeugen

  • Trinken Sie ausreichend (etwa 2 bis 3 Liter über den Tag verteilt), auch wenn Sie unterwegs sind. Am besten geeignet sind Wasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen (1 Teil Saft und 3 Teile Wasser). Die Getränke sollten nicht eiskalt sein.
  • Essen Sie wasserreiches Gemüse und Obst, Blattsalate und leichte Speisen.
  • Kühlen Sie Ihren Körper, z. B. mit feuchten Tüchern, Fußbädern, Wasserspray, Duschen.
  • Versuchen Sie Ihre Wohnung kühl zu halten, z. B. durch geschlossene Rollläden und Vorhänge. Lüften Sie möglichst nur in der Nacht oder den Morgen- und Abendstunden. Die Raumtemperatur sollte unter 26 Grad Celsius bleiben.
  • Verlegen Sie Einkäufe, Termine und Erledigungen in die kühleren Morgenstunden.
  • Meiden Sie direkte Sonneneinstrahlung.
  • Kleiden Sie sich möglichst leicht und luftig und denken Sie an eine Kopfbedeckung und Sonnenschutz (Creme).
  • Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, worauf Sie im Umgang mit hohen Temperaturen achten sollten, insbesondere wenn bei Ihnen Erkrankungen vorliegen und wenn Sie Medikamente nehmen. Bitten Sie Angehörige und Nachbarn um Unterstützung, zum Beispiel bei Einkäufen oder der Gartenarbeit.
  • Wenn Sie die Möglichkeit haben, wechseln Sie zum Schlafen in einen kühleren Raum. Auch eine dünne Bettdecke (ggf. reicht auch nur der Bezug), leichte Schlafkleidung und z. B. eine Wärmeflasche gefüllt mit kaltem Wasser unterstützen sie bei einem erholsamen Schlaf.

Quelle: Fachinformation Gesund aktiv älter werden

Diese Tipps können Sie auch als pdf downloaden. https://www.soziallotse-merkstein.de/media/Bilder/Senioren/Hitzesch%C3%A4den%20vorbeugen.pdf

Fragen und Anregungen bitte an Wilfried Nießen
Mobil: 0179 – 41 55614

 


 

Ab 1. Juli 2025 mehr Unterstützung für pflegende Angehörige

Pflegebedürftige, ab Pflegegrad 2 haben Anspruch auf einen jahresbezogenen Gesamtbetrag in Höhe von 3.539,- € für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege. Die Leistungen können flexibel und bedarfsorientiert eingesetzt werden.

Anfang 2024 wurde dies bereits für Kinder,  Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahren mit Pflegegrad 4 + 5 eingeführt. 

Das sind wichtige Schritte, um Leistungen der Pflegeversicherung einfacher und bedarfsgerechter zu nutzen.

 


 

Fehlende Briefkästen in Herzogenrath: VdK und Forum für Menschen mit Behinderung fordern Verbesserungen

Die Versorgung mit Briefkästen und Postfilialen in deutschen Städten und Gemeinden steht zunehmend im Fokus öffentlicher Diskussionen - so auch in Herzogenrath. Der Sozialverband VdK wurde von der örtlichen Postfiliale auf Beschwerden zahlreicher Bürgerinnen und Bürger aufmerksam gemacht: Ein Briefkasten direkt an der Filiale fehlt, was zu langen Schlangen am Schalter führt - selbst für einfache Anliegen wie den Kauf einer Briefmarke oder das Einwerfen eines Briefes.

Dabei äußern viele Kundinnen und Kunden gegenüber dem Personal auch ihren Unmut über das zunehmend ausgedünnte Netz an Briefkästen in Herzogenrath. Diese Hinweise nahm der VdK gemeinsam mit dem Forum für Menschen mit Behinderung Herzogenrath zum Anlass, die Abstände der Briefkästen im Stadtgebiet genauer zu untersuchen.

Versorgungsziel nicht mehr erfüllt

Zwar wurde die Anzahl der Briefkästen vor rund zwanzig Jahren aufgrund des zunehmenden E-Mail-Verkehrs nachvollziehbar reduziert. Die Deutsche Post versicherte jedoch in einem FAZ-Artikel vom April 2003, dass niemand weiter als 500 Meter zum nächsten Briefkasten zurücklegen müsse. Die aktuellen Messungen von VdK und Forum zeigen allerdings ein anderes Bild: In mehreren Stadtteilen müssen Bürgerinnen und Bürger bis zu 1,5 km zum Briefkasten zurücklegen, um einen Brief einzuwerfen - insbesondere für ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung ein kaum zumutbarer Weg, zumal das Stadtgebiet deutliche Steigungen zu verzeichnen hat.

Regionale Besonderheiten werden nicht berücksichtigt

Im Stadtgebiet leben laut Angaben der Städteregion Aachen 11.409 Menschen mit anerkannter Behinderung. Dies entspricht rund 24% der Bevölkerung - so Sabine Früke vom Forum für Menschen mit Behinderung. Seniorinnen und Senioren sind in dieser Zahl noch nicht enthalten. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 9,3 Prozent ist dies ein deutlich überdurchschnittlicher Wert. Dennoch scheint bei der Planung der postalischen Infrastruktur auf diese regionalen Besonderheiten kaum Rücksicht genommen zu werden. Zwar erfüllt die Deutsche Post mit ihrem aktuellen Angebot formal die gesetzlichen Vorgaben - faktisch aber bleibt ein Großteil der Bevölkerung benachteiligt. Bei einer Unterschriftenaktion der Postfiliale in der Kleikstraße für die Installation eines Briefkastens, kamen in wenigen Tagen 330 Unterschriften zusammen.

Politisch verhaltenes Interesse

Erstaunlich gering war bisher auch das politische Interesse an dem Thema - selbst im Wahlkampf. Hier hatten beide Organisationen mit mehr Unterstützung gerechnet. Erst als laut Wilfried Nießen vom VdK Kreisverband der Landesverband des VdK das Anliegen aufgriff, kam mehr Bewegung in die Diskussion. Ein regionaler Politikbeauftragter der DHL Group nahm an einer Mitgliederversammlung des Forums für Menschen mit Behinderung im Ratssaal des Rathauses teil. Erschienen waren auch Vertreterinnen und Vertreter der örtlichen Politik. VdK und Forum erwarteten konkrete Antworten auf ihren eingereichten Schriftverkehr mit konkreten Angaben - diese blieben jedoch aus.

"Müssen große Unternehmen sich heute nicht mehr an gesellschaftliche Standards halten?", fragen sich die Initiatoren angesichts der ausbleibenden Reaktionen. Für VdK und Forum steht fest: Eine faire und barrierefreie postalische Grundversorgung muss allen Menschen - unabhängig von Alter oder körperlichen Einschränkungen - gleichermaßen zugänglich sein.

 

 

 

 

 

 

 

                      

 


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